Jugendtheater

Die Schule der Diktatoren – Erich Kästner

Den Menschen „weiterentwickeln, zur ferngesteuerten Maschinen, die exakt funktionieren“. Das ist Erziehungsziel in der „Schule der Diktatoren“.

Anonyme Drahtzieher etablieren eine Zwangsherrschaft mit austauschbaren Diktatoren, die sie wie Marionetten steuern. Eine Schule der Diktatoren, konzipiert und geleitet durch einen gewissenlosen Professor, hält eine Reihe an dressierten Präsidenten bereit, die den amtierenden Staatschef nach einem Attentat ersetzen können. Die Präsidentenfabrik bildet eine Reihe von Doppelgängern aus; in Gestik, Sprache und Aussehen immer gleichartige Staatsoberhäupter.

Das Volk merkt nichts. Die Präsidenten-Mimen werden geschickt trainiert und dressiert – werden durch leichte Mädchen bei Laune gehalten und müssen totalen Gehorsam gegen die eigentlichen Drahtzieher der Macht zeigen. Leisten sie sich Zeichen von Eigenwilligkeit, werden sie beseitigt und durch einen Nachfolger aus der Präsidentenfabrik ersetzt.

Doch nicht alle dressierten Marionetten spielen das Spiel mit. Der Siebente, aus der Reihe der Ersatz-Staatsoberhäupter plant einen Putsch.

Das Drama „Die Schule der Diktatoren“ wurde 1957 uraufgeführt und mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Kästner, der während des Dritten Reichs einige Male verhaftet wurde und seine Werke nicht veröffentlichen durfte, setzt sich in diesem Stück mit dem Scheitern des Widerstandes in einem totalitären Staat auseinander. Er zeigt, wie dort Individualität und Menschlichkeit systematisch zerstört werden.

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